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Sonntag 26 September 2021
Neuigkeiten

Die Jahrgangsstufen fünf und sechs der GMS Schreienesch beackern den Schulgarten. (Foto: Lydia Schaefer)

Ab jetzt wird gebuddelt, gepflanzt, beackert und später auch geerntet - die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs der Gemeinschaftsschule Schreienesch (GMS) pflegen den neuen Schulgarten, der entlang des Grundschulgebäudes verläuft. In Kooperation mit dem Berliner Verein „GemüseAckerdemie“ sowie den Biologielehrern Marius Ratt und Marie Härtel entsteht auf einer ehemaligen Rasenfläche eine Gemüse- und Kräuteroase.

Biounterricht mal anders! Auch wenn die Schüler selbst Hand anlegen müssen, den Boden hacken, Löcher graben und bewässern und nach einem vorgelegtem Plan bepflanzen, sind sie sich einig: „Das macht richtig Spaß.“ Ende 2020 liefen bereits die ersten Vorarbeiten. Marius Ratt hat den Wildwuchs entfernt und große Beete und Hochbeete angelegt. Im Frühjahr erfolgte dann die erste Pflanzphase. Zu sehen sind nun bereits Kartoffeln, Mangold, Karotten, Zwiebeln, Fenchel, Brokkoli, Zuckererbsen und Kohlrabi.

Obwohl die Pflanzen nur beim Einpflanzen, beziehungsweise Aussäen Wasser bekommen haben, sehen sie kräftig und gesund aus. „Einmal hacken, ersetzt dreimal gießen“, verrät Benjamin Henninges von der „GemüseAckerdemie“. Da es in letzter Zeit ausreichend geregnet habe, sei eine weitere Wasserzufuhr nicht nötig. „Bleibt abzuwarten, ob das so bleibt, sonst muss halt mal gegossen werden“, meint Marius Ratt.

Jetzt folgt auf den vorbereiteten Mulchbeeten die zweite Pflanzphase. Diesmal sind die sogenannten „Starkzehrer“ dran. Die Pflanzpläne der „GemüseAckerdemie“ sind so abgestimmt, dass sich die Pflanzen in guter Nachbarschaft befinden. Beispielsweise profitieren die Wasser zehrenden Gurken vom Zuckermais, die jetzt gemeinsam ein Mulchbeet in Anspruch nehmen.

Dadurch, dass die Schüler selbst Hand anlegen und dabei noch von ihren Lehrern Erklärungen bekommen, wird so nebenher Schulstoff vermittelt. „Könnt ihr euch vorstellen, warum man warten soll, bis das Wasser im Loch versickert ist, bevor es bepflanzt wird?“ Nach kurzer Überlegung ist sich Schülerin Ida sicher: „Damit die Wurzeln nach unten wachsen und kräftig werden.“ Richtig, denn gießt man die Pflanze, nachdem sie eingepflanzt wurde, suchen die Wurzeln ihren Weg an der Oberfläche. Dabei ist es im Tiefen feuchter und Tomate, Gurke & Co. werden kräftiger.

Die „GemüseAckerdemie“ wird die Schule jetzt vier Jahre lang begleiten und unterstützen. Das geschieht bundesweit an über 600 Schulen und mittlerweile wird die „Ackerdemie“ auch für Kindertagesstätten angeboten. Die Mitarbeiter unterstützen bei Fragen, geben Tipps vor Ort, stellen Bildungsmaterialien und Pflanzen zur Verfügung, schulen aber auch die Lehrkräfte. „Über die Möhre zum Gemüseguru sozusagen. Jeder Schüler der fünften und sechsten Klasse soll einmal in den Garten. Das wird auch antizyklisch über die Schuljahre laufen, sodass man Erfahrungen in allen Jahreszeiten sammeln kann“, erklärt Marius Ratt.

Die Schüler lernen hingegen einen Nutzgarten zu bestellen, profitieren aber auch von der Ernte. „Da wissen wir jetzt noch nicht so genau, ob die Schüler das einfach mit nach Hause nehmen oder vielleicht Gemüsetüten packen und diese dann an einem Marktstand auf dem Schulhof verkaufen“, sagt ein Lehrer. Aber das werde noch entschieden. Jetzt müssen die Pflanzen erst mal wachsen.

geschrieben von Lydia Schäfer, erschienen in der Schwäbischen Zeitung vom 23.06.2021

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